Logo Naturheilpraxis Barbara Henkel

Naturheilpraxis Barbara Henkel

Organix-Dysbiose-Test: Was Urin über deinen Darm verrät

Inhaltsverzeichnis

Organix-Dysbiose-Test: Was dein Urin über deinen Darm verrät

Eine Mikrobiomanalyse liefert sehr viele Informationen darüber, welche Mikroorganismen im Darm leben.

Aber sie beantwortet eine andere spannende Frage nur eingeschränkt:

Was machen diese Mikroorganismen dort eigentlich?

Genau hier setzt der Organix Dysbiose Test an. Dabei werden bestimmte Stoffwechselprodukte im Urin untersucht. Sie können zusätzliche Hinweise darauf geben, wie Bakterien und Hefen in deinem Darm arbeiten und welche Stoffe dabei entstehen.

Video: Was dein Urin über deinen Darm verrät

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Abonniere jetzt meinen Kanal:

Was ist der Organix-Dysbiose-Test?

Das Überraschende zuerst:

Für den Organix Dysbiose Test brauchst du keine Stuhlprobe.

Untersucht wird der erste Morgenurin.

Das macht die Probenentnahme zunächst einmal angenehm unkompliziert. Im Labor werden anschließend verschiedene sogenannte organische Säuren bestimmt.

Organische Säuren entstehen bei vielen Stoffwechselprozessen im Körper. Einige davon können auch beim Stoffwechsel bestimmter Darmbakterien oder Hefen entstehen.

Der Hintergrund ist eigentlich ganz logisch.

Deine Darmbakterien sitzen schließlich nicht einfach nur in deinem Darm herum. Sie leben von dem, was dort ankommt und verarbeiten unter anderem Bestandteile aus Eiweißen, Aminosäuren und Kohlenhydraten.

Dabei entstehen Stoffwechselprodukte. Einige davon können über die Darmschleimhaut aufgenommen, in der Leber weiterverarbeitet und anschließend über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden werden.

Eine Mikrobiomanalyse zeigt uns eher die Bewohner deines Darms. Der Organix-Dysbiose -Test zeigt uns Spuren ihrer Arbeit.

Organix-Dysbiose-Test und Mikrobiomanalyse – wo liegt der Unterschied?

Eine Mikrobiomanalyse aus dem Stuhl beantwortet vor allem Fragen wie:

  • Welche Bakterien lassen sich nachweisen?
  • Wie vielfältig ist das Mikrobiom?
  • Gibt es Bakteriengruppen, die vermindert oder vermehrt vorkommen?
  • Und wie sieht es mit wichtigen Verdauungs- und Schleimhautmarkern aus?

 

Der Organix-Dysbiose-Test setzt an einer anderen Stelle an.

Er untersucht bestimmte Stoffwechselprodukte.

Damit kann er Hinweise darauf liefern, welche mikrobiellen Stoffwechselwege möglicherweise verstärkt ablaufen.

Beide Untersuchungen konkurrieren deshalb nicht miteinander. Sie können sich vielmehr ergänzen.

Das ist besonders interessant, wenn du schon einiges für deinen Darm getan hast, aber immer noch das Gefühl hast: Irgendetwas fehlt in meinem Befund.

Wann kann ein Organix-Dysbiose-Test interessant sein?

Ich finde den Test insbesondere dann spannend, wenn Beschwerden und bisherige Untersuchungsergebnisse nicht so richtig zusammenpassen.

Das kann beispielsweise der Fall sein bei:

  • immer wiederkehrenden Blähungen

  • auffälliger oder wechselnder Verdauung

  • Erschöpfung und mangelnder Belastbarkeit

  • Beschwerden nach eiweißreichen Mahlzeiten

  • Verdacht auf ungünstige bakterielle Stoffwechselprozesse

  • Hinweisen auf Hefepilze

  • weiterhin bestehenden Beschwerden trotz bereits erfolgter Darmtherapie

Zusammen mit deinen Beschwerden, deiner Ernährung, deiner Vorgeschichte und gegebenenfalls weiteren Laboruntersuchungen ergibt sich ein sinnvolles Gesamtbild.

Was wird beim Organix-Dysbiose-Test untersucht?

Damit es übersichtlich bleibt, können wir die verschiedenen Marker grob nach Stoffwechselbereichen sortieren.

Beginnen wir mit dem Eiweiß.

Eiweiß und Aminosäuren: Was passiert mit dem, was du isst?

Eiweiß ist lebensnotwendig. Es liefert uns Aminosäuren, aus denen unser Körper unter anderem Muskeln, Enzyme, Hormone und Botenstoffe herstellen kann.

Aber Eiweiß muss zunächst vernünftig verdaut werden.

Wenn größere Mengen Eiweiß oder einzelne Aminosäuren von Darmbakterien weiterverarbeitet werden, können dabei ebenfalls verschiedene Stoffwechselprodukte entstehen.

Einige davon werden im Test untersucht.

 

Benzoesäure und Hippursäure

Ein Beispiel ist die Benzoesäure.

Sie entsteht bei bakteriellen Stoffwechselprozessen aus der Aminosäure Phenylalanin.
Phenylalanin ist eine essentielle Aminosäure. Das bedeutet, dein Körper kann sie nicht selbst herstellen und muss sie über die Nahrung aufnehmen.

Benzoesäure kann allerdings auch direkt über Lebensmittel aufgenommen werden. Sie kommt natürlicherweise in einigen Früchten vor und wird außerdem als Konservierungsstoff verwendet.

Genau deshalb ist die Vorbereitung auf den Organix Dysbiose Test wichtig. Bestimmte Lebensmittel müssen vor der Probenentnahme entsprechend der Laboranleitung gemieden werden.

Benzoesäure wird in der Leber zur Hippursäure weiterverarbeitet und anschließend über den Urin ausgeschieden.

Für diese Stoffwechselwege werden weitere Substanzen benötigt, besonders die Aminosäure Glycin und Vitamin B5.

Hier hilft der Test bei der Zusammensetzung verschiedener diagnostischer Puzzle-Teile.

 

4-OH-Benzoesäure

Ein weiterer Marker ist die 4-OH-Benzoesäure, auch Para-Hydroxybenzoesäure genannt.

Sie entsteht im mikrobiellen Tyrosinstoffwechsel. Dabei spielen besonders einige E.-coli-Stämme eine Rolle.

Ist dieser Wert deutlich erhöht, schauen wir auch in die Stuhluntersuchung.

  • Sind die E.-coli deutlich erhöht?
  • Wie sieht das übrige Mikrobiom aus?
  • Gibt es weitere auffällige Stoffwechselmarker?
  • Und passen diese Befunde überhaupt zu den Beschwerden?

So wird aus einem Laborwert eine brauchbare Information.

 

p-Cresyl-Sulfat

Ein besonders interessanter Stoff ist p-Cresyl-Sulfat.

Es entsteht aus bakteriellen Abbauprodukten aromatischer Aminosäuren und gehört zu den sogenannten mikrobiell gebildeten urämischen Toxinen. Also zu Stoffen, die richtig giftig sind.

Besonders gut untersucht ist p-Cresyl-Sulfat bei Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion. Bei chronischer Nierenerkrankung können sich p-Cresyl-Sulfat und weitere vom Darmmikrobiom beeinflusste Stoffwechselprodukte verstärkt im Körper anreichern.

Hier zeigt sich also ein enger Zusammenhang zwischen Darm und Niere.

 

Indikan

Auch Indikan gehört zu den interessanten Markern.

Aus der Aminosäure Tryptophan können Darmbakterien zunächst Indol bilden. Nach Aufnahme und weiterer Verarbeitung entsteht daraus Indikan, das schließlich über die Niere ausgeschieden werden.

Der mikrobielle Tryptophan-Stoffwechsel wird inzwischen intensiv erforscht. Einige daraus entstehende Stoffe können weit über den Darm hinaus wirken.

Im Zusammenhang mit einem erhöhten Indikanwert lohnt es sich deshalb, genauer hinzusehen.

Zum Beispiel auf:

  • Eiweißverdauung

  • Verdauungsenzyme

  • mögliche Fehlbesiedlungen

  • weitere Darmmarker

  • die gesamte Symptomatik

Auch hier gilt:
Der Laborwert gibt einen Hinweis. Danach muss weitere Diagnostik stattfinden.

Kohlenhydratstoffwechsel

Tricarballylsäure

Nicht nur Eiweiß wird von Mikroorganismen verstoffwechselt.

Auch aus Kohlenhydraten können mikrobielle Stoffwechselprodukte entstehen.

Ein Marker ist hier die Tricarballylsäure.

Dieser Stoff ist deshalb interessant, weil er Mineralstoffe wie Zink und Mahnesium binden kann und das Enzym Aconitase hemmt. Aconitase ist Bestandteil des Citratzyklus – eines zentralen Stoffwechselweges unserer Energiegewinnung. 

Für mich wird es besonders spannend, wenn jemand erzählt:

„Ich nehme schon so viel Magnesium, aber ich merke kaum etwas.“

Oder:

„Mein Zinkwert kommt einfach nicht hoch.“

Natürlich gibt es dafür viele mögliche Gründe. Ein einzelner Organix-Wert liefert keine fertige Erklärung.

Aber er kann ein weiteres Puzzleteil sein.

Gerade bei Erschöpfung lohnt es sich häufig, nicht nur zu fragen, ob genügend Nährstoffe zugeführt werden.

Die zweite Frage lautet:

Kann der Körper sie überhaupt sinnvoll nutzen?

Hefen und Candida

D-Arabinitol

Der nächste Bereich betrifft den Hefestoffwechsel.

Bekannt ist hier vor allem D-Arabinitol.

D-Arabinitol ist ein Stoffwechselprodukt verschiedener Candida-Arten. Der Marker wurde wissenschaftlich insbesondere im Zusammenhang mit invasiven Candida-Infektionen untersucht. 

In der naturheilkundlichen Darmdiagnostik kann der Wert ein wichtiger Hinweis sein. Auch auf Pilze im Dünndarm. 

Hier ist wichtig:

  • Welche Beschwerden bestehen?
  • Gibt es weitere Hinweise auf Hefen?
  • Wie sieht der Dünndarm aus?
  • Und gibt es einen Verlauf, den wir kontrollieren möchten?

Wichtige Hinweise zu den Miroben des Dünndarms liefert der Chromatest.

 

Weinsäure und Citramalsäure

Weinsäure kommt natürlich in Weintrauben vor und wird auch als Lebensmittelzusatzstoff verwendet.

Im Darm kann sie von Hefepilzen aus Zucker gebildet werden. Da können ziemlich hohe Mengen entstehen. Bei Autismus und ADHS werden erhöhte Mengen an Weinsäure im Urin gemessen. Viele und lange Antibiotikagaben in der Kindheit können einen Pilzbefall im Dünndarm enorm begünstigen.

Zu hohe Mengen an Weinsäure wirken toxisch auf Muskeln und Nieren.

Über einen Zwischenschritt hemmt sie die sog. Gluconeogenese, also die körpereigene Zuckerbildung aus Eiweißen. Das kann besonders bei Kindern zu einem Energiemangel mit Konzentrationsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Sprachstörungen und Muskelschwäche führen.

Die Citramalsäure entsteht im Stoffwechselprodukt von Hefen und Schimmelpilzen und anaeroben Bakterien.

Weitere Marker des Organix-Dysbiose-Tests

p-OH-Phenylessigsäure

Diese stammt aus dem Tyrosin-Abbau und kann Hinweise geben auf einen Befall mit dem Einzeller Giardia lamblia oder auch einiger anaerober Bakterien.
Hier macht es Sinn, einen Parasitentest anzuschließen.

Hohe Spiegel dieser Säure könen auch einen ordentlichen Vitamin-C-Mangel anzeigen. Also auch in diese Richtung weitersuchen.

 

Meta-Hydroxyphenylessigsäure

Ein erhöhter Wert kann auf ein starkes Wachstum von Bifidobakterien hinweisen, die diesen Stoff aus Polyphenolen herstellen.
Aber auch einige Clostridienarten und Klebsiellen sind dazu in der Lage.
Metahydroxyphenylessigsäure wirkt als Radikalfänger und kann Darmkrebs entgegen wirken.

Weitere Untersuchungen

Du bekommst also über deinen Urin total spannende Hinweise zur Arbeit deines Mikrobioms.

Für eine sinnvolle Therapie sollten allerdings weitere Tests durchgeführt werden:

  • Eine Mikrobiomuntersuchung
  • Ein Chromatest
  • Ein Atemgastest
  • Ein Stressprofil

Erst damit bekommen wir ein umfassendes Bild, was in deinem Darm und in deinem Verdauungssystem los ist.

Die Darmtests stelle ich dir in meinem Programm Darmsanierung plus vor.

Organix-Dysbiose-Test bestellen

Fall du diesen Test mal gerne für dich machen möchtest, kannst du ihn bei Medivere bestellen.
Mit folgendem Code bekommst du 5% Rabatt: AP38331

Wenn auch nur ein Wert im roten Bereich ist, solltest du weitere Diagnostik durchführen lassen und etwas für deinen Darm tun.

Dabei helfe ich dir gerne!

Wir schauen gemeinsam auf deine Beschwerden, deine bisherigen Untersuchungen und darauf, welche nächsten Schritte für dich sinnvoll sein könnten.

Buche dazu ein kostenloses Erstgespräch über meine Online-Termin-Buchung.

Hallo, ich bin Barbara Henkel.

Als Heilpraktikerin (eigene Praxis seit 2006) und Epigenetik-Coach möchte ich dich in diesem Blog über Beschwerden wie Darm- und Verdauungsprobleme und Erschöpfung informieren.

Ebenso geht es um Krankheiten, die eine Ursache im Darm und im Mikrobiom haben.

Es geht darum, gesund ins Alter zu starten.

Du bekommst Infos darüber, was du hier mit Naturheilkunde, Ernährung und Lebensführung erreichen kannst.

Schreibe einen Kommentar