Mit der VNS-Analyse können wir die Arbeit des vegetativen Nervensystems messen und sichtbar machen. Dazu wird die Herzratenvariabilität gemessen und grafisch ausgewertet.

VNS – Das vegetative Nervensystem

Das vegetative Nervensystem gehört zu den obersten Schaltzentralen im Körper. Es steuert und reguliert im Körper Vorgänge, die ohne unseren Willen sozusagen automatisch ablaufen. 

Das VNS besteht aus Sympathikus und Parasympathikus und dem enterischen Nervensystem, dem Nervensystem des Magen-Darm-Traktes. Mit den ersten beiden Anteilen beschäftigen wir uns bei der VNS-Analyse.

Sympathikus – der Spannungsnerv

Der Sympathikus ist für alles zuständig, was mit Kampf und Flucht zu tun hat: Er steuert die Körperfunktionen bei körperlicher Anstrengung und ist zuständig für Stress und emotionale Belastungen. Dabei werden die Funktionen des Verdauungssystems, des Immunsystems und der Geschlechtsorgane heruntergefahren. 

Parasympathikus – der Entspannungsnerv

Die Gefahr ist vorbei, jetzt übernimmt der Parasympathikus. Der Körper soll ausruhen und sich erholen.  Jetzt ist Essen, Verdauen und Ausscheiden angesagt. 

Auch das Immunsystem arbeitet besser, wenn der Parasympathikus aktiver ist.  

Und nach einem erholsamen Schlaf übernimmt wieder der Sympathikus. 

VNS und chronische Erkrankungen

Bei unserer modernen Lebensweise sind die beiden Äste des vegetativen Nervensystems häufig nicht mehr im Gleichgewicht. Lange bevor es zu chronischen Erkrankungen kommt, ist der Sympathikus schon in Ruhezeiten aktiv. Der Mensch hat Stress. Er kann nicht mehr abschalten. Und das hat Auswirkungen auf die Funktionsweise der Organe und damit auf eine eventuelle Krankheitsentstehung.

Ebenso kann man beobachten, dass der Parasympathikus den Menschen in eigentlich aktiven Zeiten zur Ruhe zwingt. Man ist müde und abgeschlagen. Puls und Blutdruck sind niedrig. Diese Konstellation messe ich häufig, wenn bestimmte chronische Viren im Spiel sind und das Immunsystem für seine Arbeit Ruhe braucht. 

Hier erkennt man ganz deutlich den Zusammenhang zwischen vegetativem Nervensystem und Immunsystem. Mehr übers Immunsystem finden Sie auf der Seite Mikroimmuntherapie.

Was läuft die VNS-Analyse ab?

Über einen Brustgurt wird Ihr Herzschlag EKG-genau gemessen. Er sendet seine Signale per Bluetooth an einen Computer, der dann den Abstand zwischen 2 Herzschlägen graphisch auswertet. Das Rhythmogramm zeigt die aufgezeichneten Werte. Diese werden in einem übersichtlichen Balkendiagramm dargestellt. 

Der rote Balken steht dabei für den Sympathikus, der blaue Balken für den Parasympathikus. Das Verhältnis der beiden untereinander und die aufgezeichnete Kurve sagen uns  nach etwa 7 Minuten, wie es um den Zustand Ihres vegetativen Nervensystems bestellt ist. Weitere Messungen geben Hinweise darauf, wie und ob der Körper noch regulieren kann. 

VNS-Analyse, Rhythmogramm
Rhythmogramm
Regulation des VNS

VNS-Analyse im Bild

So sieht das Ergebnis graphisch aus. 

Die linke Seite zeigt eine schlechte Regulation. Die Körperspannung ist viel zu hoch. Hier liegt schon eine Regulationsstörung vor. Organischen Erkrankungen wird so Tür und Tor geöffnet. 

Die rechte Seite zeigt eine gute Regulation des vegetativen Nervensystems. Körperspannung und Körperentspannung sind im Gleichgewicht.

Fazit

Die VNS-Analyse bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, Regulationsstörungen frühzeitig zu erkennen. Drohende Organschäden können durch Lebensführung und Therapie so weit wie möglich verhindert werden.

Damit bietet die VNS-Analyse eine echte Vorsorge!

Quelle: Firma Commit

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