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Wie geht es Ihnen mit Ihrer Familie? Alles gut? Oder ecken Sie immer wieder irgendwo an? Dann könnte das Familienstellen für Sie eine Möglichkeit sein, die Probleme, die dahinter stecken, deutlicher zu machen. Und was man erkannt hat, kann man auch versuchen zu lösen!

Das Familienstellen wurde von Bert Hellinger in die Therapie eingeführt. Gabriele ten Hövel sagt: “Hellinger hat meinen Kopf verwirrt und meine Seele erreicht”.

Bei vielen Problemen im Leben und bei vielen Krankheiten gibt es eine Ursache im Familiensystem. Häufig stimmt die Ordnung in der Familie nicht. Der Klient ist mit dem Schicksal früherer Familienmitglieder verbunden. Er trägt etwas für andere.

Auch frühere Partner, mit denen man noch nicht im reinen ist, gehören zum eigenen System dazu. In einer Familienaufstellung können diese Verstrickungen erkannt werden und die betreffende Person kann sich leichter daraus lösen.

Arbeit in der Gruppe

Wird in einer Gruppe gearbeitet, sucht der Klient nach einem Vorgespräch mit dem Therapeuten sogenannte Stellvertreter für seine Familie aus: beispielsweise für Vater, Mutter, Geschwister und sich selbst. Diese stellt er dann seinem Empfinden nach im Raum auf. Auch früh verstorbene und vergessene Familienmitglieder gehören dazu!

Jetzt passiert etwas merkwürdiges: Fremde können sich in die ihnen völlig unbekannten Familienmitglieder einfühlen, können berichten, wie es ihnen geht und welche Gefühle sie füreinander hegen. Manchmal spüren sie sogar körperliche Symptome des Menschen, in dessen Rolle sie gerade stehen.

Das kann übrigens jeder, auch jemand, der zum ersten mal beim Familienstellen mit dabei ist! Mit zunehmender Übung fällt es allerdings leichter, in die Rolle eines Fremden hineinzukommmen.

Es zeigen sich die Schicksale und Verstrickungen, mit denen der Klient verbunden ist. Mit Hilfe von Bewegungen und Ortswechsel der Stellvertreter und mit Hilfe von Lösungssätzen kann eine Lösung gefunden werden. Dabei sollen sich am Ende der Aufstellung möglichst alle Familienmitglieder untereinander wohlfühlen.

Auch wenn der Therapeut Bewegungen und Lösungssätze vorgibt, können sie von den Teinehmern nur wiederholt, werden, wenn sie stimmig sind. Ein Stellvertreter spürt ganz genau, wenn etwas nicht paßt. Es gibt ritualisierte Lösungssätze, die eine ganz besondere Kraft haben. Häufig wird aber auch frei und der jeweiligen Situation entsprechend gesprochen.

Es gibt aber auch Aufstellungen, die ganz oder zum Teil stumm ablaufen und wo sich die Stellvertreter nur ihren Bewegungen überlassen. Häufig sind die Teilnehmer überrascht, wie stark die Wirkung des sich aufbauenden Feldes ist und was alles an Gefühlen hochkommen kann.

Wichtig ist am Ende der Aufstellung, dass alle Stellvertreter dem Klienten das geben, was sie für ihn getan haben. Alle verlassen bewußt ihre Rollen und werden wieder ganz sie selber.

Mit der Technik des Familienstellens lassen sich nicht nur Familienmitglieder aufstellen, man kann auch Probleme, Krankheiten, Organe, Gefühle, innere Anteile, Heilmittel, Lebensmittel usw. aufstellen und so eigenen Konflikten auf die Spur kommen.

Einzelarbeit

In der Praxis arbeite ich fast immer allein mit dem Patienten. Die fehlenden Stellvertreter werden durch bunte Fliesen aus Filz ersetzt. Da stelle ich mich drauf und kann dann die Rolle wahrnehmen. Die Einzelarbeit bietet den Vorteil, dass keine Fremden dabei sind und jederzeit spontan aufgestellt werden kann.