Dorn-Hock-Methode

Die Dorn-Hock-Methode ist eine sehr effektive Methode, an der Wirbelsäule und am Becken zu arbeiten und dort Blockaden zu lösen.

Der Name Dorn geht auf Dieter Dorn zurück, einen Landwirt und Sägewerksbesitzer, der einen Hexenschuß von einem Bauern aus dem Nachbarort behandeln ließ. Nach dem Tod des Bauern probierte Dorn so lange, bis er Erfolge hatte und gab dann die Methode weiter.

Der Heilpraktiker Burkhard Hock fand besonders in der Bedeutung der Beinlängendifferenz andere Ursachen als von Dorn angegeben. Inzwischen sind die Unterschiede zwischen Dorn und Hock so groß,dass Hock seine Methode nur noch Hock-Methode nennt.

Nach Hock stehen Probleme mit der Hüfte und der Wirbelsäule sehr häufig in Verbindung mit einem Beckenschiefstand. Dieser wird häufig durch einen Sturz oder Unfall ausgelöst. Fällt der Patient auf einen der beiden Sitzbeinhöcker, so verschiebt sich das Hüftbein dieser Seite. Der starke Bandapparat der Beckenregion verhindert häufig, dass dieses sich nicht mehr zurückschieben kann, es kommt zu einer Blockade des Illiosakralgelenkes (ISG). Die Verschiebung führt zu einer horizontalen Dysbalance des Beckens, der sog. Beckenschiefstand ist entstanden mit einer relativen Beinlängendifferenz.

Der Körper versucht nun, den Kopf wieder in die Mitte zu bringen, dazu verkrümmt sich die Wirbelsäule, was zu Schmerzen im Lendenwirbel- und Kreuzbeinbereich führt.

Je nach Richtung der Beckenrotation kann dabei auf der blockierten Seite ein “längeres” oder “kürzeres” Bein entstehen. Das Bein ist nicht tatsächlich länger oder kürzer, es scheint nur so, weil die Blockade im Illiosakralgelenk besteht! Ist das Hüftbein nach vorne verdreht, erscheint das Bein auf der entsprechenden Seite länger, bei einer Drehung nach hinten erscheint das andere Bein länger.

Durch verschiedene Tests kann ich herausfinden, auf welcher Seite die Blockade liegt und ob eine Rotation nach vorne oder hinten vorliegt. Durch entsprechende Bewegungen, die der Patient zum Teil selbst vornehmen kann, können diese Blockaden gelöst werden.

Danach kann dann die Wirbelsäule behandelt werden. Die Lage der Dornfortsätze wird geprüft und bei einer Verschiebung nach rechts oder links mit dem Daumen an die richtige Stelle geschoben. Der Patient bewegt je nach Lage des zu behandelnden Wirbels ein Bein, einen Arm oder den Kopf. Für den unteren Teil der Wirbelsäule wird die Therapie im Liegen durchgeführt, wobei die Beine in Schlingen aufgehängt und vom Therapeuten bewegt werden.

Diese Wirbelsäulentherapie führe ich häufig nicht beim ersten Termin durch, wenn ein Patient mit lang andauernden Rückenschmerzen kommt, sondern arbeite erst eine Zeitlang mit meinen anderen Heilmethoden. Jeder Wirbel steht mit einem Organ in Verbindung, und jedes Organ und jeder Wirbel steht mit einem psychischen oder familiären Thema in Verbindung. Außerdem besteht bei länger dauernden Rückenbeschwerden oft eine chronische Übersäuerung, die ebenfalls angegangen werden muß. Erst wenn all diese Probleme mit berücksichtigt werden, halte ich es für sinnvoll, am Rücken zu arbeiten, da sich sonst die Wirbel leicht wieder in die Fehlposition verschieben können. Patienten mit akuten Beschwerden werden natürlich sofort behandelt!

rechtes Foto: Hüftbein ist nach hinten gedreht: Bein erscheint kürzer

linkes Foto: Hüftbein ist nach vorne gedreht: Bein erscheint länger